Melanie – Über mich

Wie aus meinem schwersten Crash die größte Leichtigkeit wurde

Im Jahr 2017 wurde ich Mutter. Und um ehrlich zu sein: Es war nicht die rosarote Disney Welt, die einem überall versprochen wird. Der Druck von außen war von Anfang an enorm. Es hieß ständig: Wenn du jetzt nicht sofort wieder arbeiten gehst, findest du nie wieder Anschluss. Also ging ich ganz schnell wieder zurück in meinen alten Job. Vor der Geburt war ich dort eine wichtige Person, ich hatte Verantwortung. Doch als ich wiederkam, war ich plötzlich nur noch die Mutter, die halt zwei Tage da ist. Wertschätzung? Fehlanzeige.

Dazu kam das permanente schlechte Gewissen, nirgends mehr gerecht zu werden. Dieser Spagat, kombiniert mit einem heftigen körperlichen und mentalen Crash, hat mich komplett umgeworfen. Ich war krankgeschrieben, unfassbar erschöpft und wusste einfach nicht mehr weiter. Ich steckte in langwierigen, zähen Therapien fest, um mich aus diesem tiefen Loch wieder herauszukämpfen. Der Weg zurück zu mir selbst war harte Arbeit.

Der große Befreiungsschlag kam mit unserer Auswanderung nach Spanien. Am Strand unter der Sonne fragte ich mich: Was erfüllt mich wirklich? Ich war schon immer diejenige, die ein extremes Gespür für Menschen hatte und hervorragend zuhören konnte. Da wurde mir glasklar: Ich will Frauen dabei begleiten, die Abkürzung zu nehmen, die ich damals nicht hatte.

Genau das ist der Grund, warum ich keine Ratschläge aus verstaubten Lehrbüchern vorlese. Wenn du zu mir kommst, treffe ich dich nicht als distanzierte Theoretikerin. Ich treffe dich als eine Frau, die den Schmerz, den Erwartungsdruck und die totale Erschöpfung am eigenen Leib gespürt hat. Ich weiß exakt, wie schwer die Decke ist, die über dir liegt. Ich habe diesen ganzen Mist selbst durchlebt und durchgekämpft. Du musst mir deine Verzweiflung nicht mühsam erklären, ich verstehe sie blind.

Weil ich diesen Weg aus der Dunkelheit bereits freigeschaufelt habe, kenne ich die Abkürzung. Bei mir musst du nicht jahrelang in einer zähen Therapie festsitzen. Schon nach ganz wenigen Sitzungen sehe ich wieder dieses unbezahlbare, lebendige Glitzern in den Augen meiner Klientinnen. Sie spüren plötzlich, dass das Leben wieder vorwärtsgeht, dass sie wieder an sich glauben dürfen und dass Veränderung nicht immer tonnenschwer sein muss, sondern endlich wieder leicht sein darf.

Versteh mich nicht falsch: Bei schweren klinischen Depressionen ist ein Psychologe oder Psychiater der richtige Weg. Aber bei den unzähligen großen Herausforderungen, die uns das Leben und der Alltag vor die Füße werfen, brechen wir das emotionale Chaos gemeinsam auf und kommen extrem schnell zum Erfolg.

Wenn ich die Praxistür schließe, bin ich in erster Linie stolze Mama von einem achtjährigen Sohn, verbringe Zeit mit meinem Mann und genieße das Leben hier unter der Sonne in Spanien beim Lesen und Sport. Ich bin eine Frau, die weiß, wie sich der totale Crash anfühlt, und die heute jeden Tag dafür brennt, das Licht in anderen wieder anzuknipsen.

Bereit, die Leichtigkeit zurückzuholen? Dann lass uns reden.